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	<title>indiemucke</title>
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	<description>home is always where your heart is</description>
	<pubDate>Thu, 25 Oct 2007 11:15:26 +0000</pubDate>
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		<title>One Fine Day, 18.10.2007, Orange Club (Kiel)</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Oct 2007 11:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[kiel4kiel]]></category>

		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen bei kiel4kiel.de:
Sex, Drugs &#038; Rock&#8217;n'Roll
Ihr habt es sicherlich alle gehört: One Fine Day sind jetzt Hamburg! Dennoch: Den Tourauftakt für das zweite &#8220;Leg&#8221; ihrer &#8220;Damn Right&#8221;-Tour, welches die Ex-Kieler bis Ende Oktober durch ganz Deutschland führt, feiern die Punkrocker an alter Wirkungsstätte. Die Fans zieht es am Donnerstag trotz des Umzugs an die Elbe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="-1"><em>erschienen bei kiel4kiel.de:</em></font></p>
<h2>Sex, Drugs &#038; Rock&#8217;n'Roll</h2>
<p><strong>Ihr habt es sicherlich alle gehört: One Fine Day sind jetzt Hamburg! Dennoch: Den Tourauftakt für das zweite &#8220;Leg&#8221; ihrer &#8220;Damn Right&#8221;-Tour, welches die Ex-Kieler bis Ende Oktober durch ganz Deutschland führt, feiern die Punkrocker an alter Wirkungsstätte. Die Fans zieht es am Donnerstag trotz des Umzugs an die Elbe in Scharen in den Orange Club, um dem Rock&#8217;n'Roll zu frönen - oder dem, was sie dafür halten.</strong></p>
<p>Die erste Hürde zum &#8220;Let There Be Rock&#8221; gibt es allerdings bereits beim Einlass: Eine meterlange Schlange trennt mich noch vom warmen Orange Club. Damit mich die Kälte nicht einholt, lenke ich mich zunächst damit ab, die Emo-Frisuren zu zählen. Sechzehn, siebzehn. achtzehn&#8230; da wird der Spaß abrupt unterbrochen vom netten Security-Mann: &#8220;Wer ist hier alles unter 16? Jetzt mal ganz ehrlich!&#8221; Ja, auch das Mitschleppen eines Erziehungsberechtigten ist nunmal Rock&#8217;n'Roll, und wer sich nicht an diesen Lifestyle hält, hat in der Trauma heute nunmal nichts verloren.</p>
<p>Kurz bevor ich mich dazu durchringen kann, dieser Maßnahme durch Applaudieren meine vollständige Solidarität auszusprechen, eröffnet sich bereits ein spannenderes Szenario: Eine Dreier-Combo fünfzehnjähriger Mädels möchte partout nicht den Tourauftakt und das vermutlich erste Rockkonzert ihres Lebens verpassen. Also wird der nette Securitymann belatscht, der sich - weil er eben ein netter Securitymann ist - darauf einlässt, am Handy die Eltern der Kids zu briefen: &#8220;Also das Konzert geht etwa bis 24 Uhr, so ist es auf jeden Fall eingeplant, plus/minus zehn Minuten. Sie können ihre Tochter dann im Eingangsbereich des Restaurants abholen.&#8221; Nach mahnenden Worten mit erhobenem Zeigefinger geleitet er die drei Mädels nun doch in den Club und spielt nun rund vier Stunden lang Baby- oder besser gesagt Rock&#8217;n'Roll-Sitter. Ich freu mich für die Kids, denn ich meine: Was ist mehr Rock&#8217;n'Roll, als eine Rock&#8217;n'Roll-Regel zu brechen, aber quasi durchs Hintertürchen (auch wenn es in diesem Fall der Haupteingang ist) doch noch Rock&#8217;n'Roll zelebrieren zu können? Eben!</p>
<p>Irgendwann bin ich dann auch endlich drin, schnappe mir eine Rock&#8217;n'Roll-Bionade vom Tresen und beobachte zwei junge Damen mit Kirsch-Ballerinas und schwarzen Haaren, die gerade vom üppig gefüllten Merchandise-Stand zurückkommen. In ihren Händen tragen sie stolz die neuen Tourshirts von One Fine Day, die dann auch sofort übergezogen werden müssen. Da ich die beiden Mädels nun überhaupt nicht mehr voneinander unterscheiden kann, schau ich mich weiter um: Das Durchschnittsalter beträgt vermutlich - mich eingeschlossen - 17 Jahre, und mittlerweile tragen schon 20 Leute dieses vermaledeite Tourshirt. Aber bevor ich in - gar nicht rock&#8217;n'roll-esque - Midlife-Depressionen verfallen kann, geht es endlich auf der Bühne los.</p>
<p>Amplify - so heißt die erste Band, die aus Hamburg kommt und auch sonst alle benötigten Klischees erfüllt: Ein Sänger, oder besser gesagt Shouter, mit Emoscheitel und Strähnchen, ein Bassist mit blaugrünen Haaren und einem wirren Look, als hätte er bunte Pillen eingeschmissen, ein Green Day T-Shirt - dies sind meine ersten Eindrücke. Dazu diese typische Melange aus Punkrock, leichten Emo-Elementen und diesem neumodischen NuMetal-Wumms, der vermutlich nur dazu da ist, damit der vierte Kumpel auch noch mitspielen kann. Mitsingen darf man bei den englischen und zuweilen auch deutschen Texten natürlich auch immer wieder gerne, zudem gibt es crazy Sprunge der drei Frontmänner auf der Bühne, immer wenn die Breaks in den Instrumentalparts nur so danach schreien. Und das Publikum? Es hält natürlich einen Respektsabstand und versammelt sich hinter der Grenze zur Tanzfläche, als würde man auf den Startschuss fürs Sackhüpfen warten. Vorbands sollte man auch nicht zu sehr unterstützen, stimmt schon.</p>
<p>Als zweite Band dann die Kieler wax.on wax.off, der - ich gebe es hiermit zu - eigentliche Grund für mich, den Orange Club zu beehren. Das Trio spielt dann auch am ehesten das, was die Ramones damals als Punkrock ausgemacht hatten. Textlich und auch musikalisch erinnert die Band um Frontklops Thorsten &#8220;Johnny Hotrod&#8221; Rott am ehesten an die Nerdpunks der hierzulande leider kaum bekannten Nerf Herder, und so verwundert es nicht weiter, dass ihr Album &#8220;A Lecture on Geek Mythology&#8221; bislang nur in den USA ein Abnehmerlabel gefunden hat. Trotz alledem wirken wax.on wax.off in ihren Ansagen und mit ihrem Dialekt typisch norddeutsch und können die junge Meute schon ein kleines bisschen mehr begeistern - auch wenn sie nicht in das typische Emopunkrock-Raster fallen. Das Trio zaubert auf jeden Fall mehr als alles andere den Rock&#8217;n'Roll in den Orange Club.</p>
<p>In exakt dem Augenblick, in dem wax.on wax.off die Bühne verlassen, fällt diese unsichtbare Grenze, die die Kids offenbar vom Betreten der Tanzfläche abgehalten hat. Nun verharren sie allesamt dort, schauen dabei zu, wie Melle von delta radio, ihres Zeichens auch Managerin von One Fine Day, auf der Bühne die fünf Handtücher - für jedes Bandmitglied eines - strategisch verteilt und anschließend die Setlists auf dem Boden festklebt. Mittlerweile ist es viertel nach zehn, als die Protagonisten endlich anfangen. Waren die Lautstärkeregler bislang nur auf Stufe 10 gestellt, ist es nun die 11. Es dröhnt unglaublich in den ersten Sekunden, aber auch das ist nunmal Rock&#8217;n'Roll. Als dann Sänger Marten, natürlich als Letztes, die Bühne betritt und gleich drauflossingt, haben sich die Gehörgänge mittlerweile dran gewöhnt, und einer ausgelassenen Party steht nichts mehr im Wege. Im Vergleich zu den Anfangstagen haben sich One Fine Day stilistisch weiterentwickelt und spielen nun genau das, was die Kids hören wollen - und nicht andersrum! Die Musiker haben mittlerweile das Posen gut drauf, das macht sich auf Postern, Fotos und vor allem in Musikvideos immer ganz gut. Beim Konzert ist es aber eigentlich egal, denn die Fans sind bis auf wenige Ausnahmen mit sich selbst und den Pogoremplern gegen die Nebenmänner (und vor allem -frauen!) beschäftigt.</p>
<p>Klingt alles gemein, aber der Erfolg gibt One Fine Day nunmal recht. Und ganz unter uns: Die Hamburg-Dammtor-Hymne &#8220;Goodbye Reality&#8221; ist nunmal ein verdammter Hammer-Ohrwurm! Von daher bleibt mir nur, mich vor dem Schaffen der Ex-Kieler zu verbeugen. Halt, nein: Besser den Zeige- und den kleinen Finger in die Luft reißen - denn das ist Rock&#8217;n'Roll!</p>
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		<title>The Jakpot, 01.10.2007, Blauer Engel (Kiel)</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Oct 2007 13:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen bei kiel4kiel.de:
&#8220;More Culture, less Prostitutes&#8221;
Vorkehrungen werden getroffen im Blauen Engel zum Auftakt der &#8220;Blauer Montag&#8221;-Herbstsaison: Alle Tische direkt vor der Bühne werden rausgeschmissen, denn es soll ja schließlich kein Sitzkonzert werden, wenn The Jakpot mal zu Gast sind. The Jakpot? Richtig, wie der Name schon vermuten lässt, spielt die Band aus Manchester tanzbaren Indiepop [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="-1"><em>erschienen bei kiel4kiel.de:</em></font></p>
<h2>&#8220;More Culture, less Prostitutes&#8221;</h2>
<p><strong>Vorkehrungen werden getroffen im Blauen Engel zum Auftakt der &#8220;Blauer Montag&#8221;-Herbstsaison: Alle Tische direkt vor der Bühne werden rausgeschmissen, denn es soll ja schließlich kein Sitzkonzert werden, wenn The Jakpot mal zu Gast sind. The Jakpot? Richtig, wie der Name schon vermuten lässt, spielt die Band aus Manchester tanzbaren Indiepop typisch britischer B(r)auart.</strong></p>
<p>Eigentlich sind The Jakpot ja viel zu spät dran. Vor zwei Jahren, im musikalischen Fahrwasser von Maximo Park und Th­e Kooks, da wäre ihr demnächst erscheinendes Debüt-Album &#8220;Throw Away Culture&#8221; vermutlich noch weggegangen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Aber das Quartett gehört nunmal zu der nachkommenden Generation, zusammen mit Bands wie den Wombats und Little Man Tate haben sie es natürlich ungleich schwerer, noch den Durchbruch zu schaffen. So heißt es auf ihrer myspace-Seite &#8220;Blauer Engel, Kiel&#8221; zum Tourabschluss ihrer bereits dritten kleinen Deutschlandreise innerhalb der letzten zehn Monate statt &#8220;Große Freiheit, Hamburg&#8221;. Oder wie Sänger und Gitarrist Matt Watkins es simpel ausdrücken würde: &#8220;More culture, less prostitutes&#8221;.</p>
<p>Als Gewinner der späten Bandgeburt dürfen sich die rund 150 Gäste im Blauen Engel fühlen, die rund 60 Minuten bestens unterhalten werden. Gleich zu Beginn spielen The Jakpot mit &#8220;Turning Point&#8221; ihren Überhit, der in einer besseren Welt stündlich auf delta radio laufen würde. In ihren Songs geht es vor allem ums Aufwachsen, ums Älterwerden - und weil The Jakpot Briten sind, natürlich auch um das Bier nachm Feierabend. Tanzbar ist es wie Hulle, klingt mal nach Maximo Park, mal nach den Fratellis, mal nach den Libertines und hat natürlich in jedem zweiten Song Mitsingstellen mit dutzenden &#8216;la&#8217;s, &#8216;ba&#8217;s und &#8216;da&#8217;s, die man auch im Delirium noch mitschmettern kann. Mitten im Set darf Matt Watkins auch noch zwei Songs solo darbieten, dann klingt das ganze nach den Kooks. Nein, innovativ sind The Jakpot nicht, aber darum geht‘s ja auch nicht.</p>
<p>Die Melodien stehen gegenüber den beiden Gitarren klar im Vordergrund, Leadgitarrist Neil Duckworth nutzt daher seine häufigen &#8220;spielfreien&#8221; Passagen in den Songs, um das Publikum zum rhythmischen Mitklatschen zu animieren. Dies klappt im Laufe des Konzerts auch immer besser, der Funke springt langsam über: Während anfangs nur die erste Reihe, die von der Insel mitgereisten &#8220;Ultras&#8221; der Band, die sich passenderweise &#8220;The Blak Jaks&#8221; nennen, sichtbar mitfeiert, verwandelt sich der Blaue Engel mehr und mehr in einen Tanzclub.</p>
<p>Während des Konzerts werde ich gefragt, wo denn plötzlich all diese Indiemenschen her kommen. Ich weiß es nicht. Ich kann nur hoffen, dass sie alle spätestens zu den Mary Onettes Ende Oktober wieder den Weg in den Blauen Engel finden. Die Herbstsaison ist eröffnet, und sie hätte kaum stimmungsvoller eingeläutet werden können!</p>
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		<title>Malajube + Menomena, 19.09.2007, Uebel&#038;Gefährlich (HH)</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Sep 2007 13:56:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[erschienen bei flamingyouth.de:
Zwei der - zweifelsohne in diesem Jahr eher wenigen - musikalischen Überraschungen sind für mich MALAJUBE und MENOMENA. Ein Glücksfall, dass die Frankokanadier die US-Indietüftler eingeladen haben, sie auf ihrer Europa-Tournee zu begleiten! Da lohnt sich dann auch endlich mal wieder die lange Zugfahrt mit Zwischenstopps in so illustren Käffern wie Brokstedt, Einfeld [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="-1"><em>erschienen bei flamingyouth.de:</em></font></p>
<p><strong>Zwei der - zweifelsohne in diesem Jahr eher wenigen - musikalischen Überraschungen sind für mich MALAJUBE und MENOMENA. Ein Glücksfall, dass die Frankokanadier die US-Indietüftler eingeladen haben, sie auf ihrer Europa-Tournee zu begleiten! Da lohnt sich dann auch endlich mal wieder die lange Zugfahrt mit Zwischenstopps in so illustren Käffern wie Brokstedt, Einfeld und Horst - oder etwa nicht?</strong></p>
<p>Der erste Wermutstropfen meiner Hamburg-Tour lässt leider nicht lange auf sich warten: Der Einlass ins Uebel&amp;Gefährlich verschiebt sich auf zwanzig nach neun. Hinzu kommt, dass die Gäste mit einem Lastenaufzug (Tragkraft 27 Personen oder 3.000 kg) erst einmal in den vierten Stock des Gebäudekomplexes gehievt werden müssen - das kostet alles Zeit, und gerade Zeit hab ich dank der klammen Fahrpläne der Deutschen Bahn nicht wirklich. Man wird also notgedrungen langsam hibbelig und findet sich damit ab, das Doppelkonzert nicht bis zum Ende genießen zu können. Immerhin, so beruhige ich mich, werde ich Supportband MENOMENA in voller Länge erleben können - und das bei ihrem ersten Gig überhaupt auf dem alten Kontinent! Und so freue ich mich diebisch darüber, wie ich meinen imaginären Indie-Freunden davon erzählen könnte, die großen MENOMENA als einer der Ersten gesehen zu haben. MALAJUBE hab ich in diesem Jahr eh schon zweimal live gesehen.</p>
<p>Doch dann um mittlerweile zehn nach zehn die große Ernüchterung: Statt der Portlander stehen Hauptact MALAJUBE auf der Bühne! Als wollten sie uns damit zeigen, dass man &#8216;Support&#8217; nunmal nicht einfach mit &#8216;Vorgruppe&#8217; übersetzen sollte, denn manchmal sind &#8216;Supports&#8217; halt auch &#8216;Nachgruppen&#8217;. Schon komisch: Da steht also eine meiner diesjährigen Lieblingsbands auf der Bühne vor mir, es ist gemütlich im Uebel&amp;Gefährlich bei gerade einmal rund 200 Gästen - und Sascha steht in Reihe 3 und schmollt&#8230;</p>
<p>Dabei bleibt es aber nicht lange, denn MALAJUBE legen los wie die Feuerwehr: Gleich mit der Wahnsinnsballade &#8216;Etienne d&#8217;Aout&#8217; eröffnen sie ihren Gig, es folgen mit &#8216;Pâte Filo&#8217; und &#8216;Montréal -40°C&#8217; meine weiteren Lieblingssongs der Band. Als wollten die fünf Kanadier sich persönlich bei mir dafür entschuldigen, dass ich große Teile von MENOMENA verpassen werde. Haben sie doch gar nicht nötig! MALAJUBE jagen aber nur so durch ihr Programm, handeln in 35 Minuten alle Hits ihres Albums &#8220;Trompe-l&#8217;Oeil&#8221; ab und lassen darauf noch zwei alte Songs folgen. Dabei präsentiert sich die Band in ungeheurer Spielfreude, der Sound kommt deutlich sauberer als im März in Berlin aus den Boxen. Etwas länger hätte ihr Set jedoch schon sein können, aber mir persönlich ist es ganz recht, denn jede Minute weniger von MALAJUBE würde ja eine Minute mehr MENOMENA bedeuten.</p>
<p>Doch nun rinnt die Zeit bei der Umbaupause nur so dahin: Auch wenn MENOMENA nur zu dritt sind, so müssen - so scheint es mir - unendlich viele Instrumente angeschlossen werden: Drei Mikrofone, zwei Gitarren, zwei Bässe, ein Schlagzeug, ein Saxophon, ein Keyboard, ein Irgendwas (elektronisches Glockenspiel vielleicht?), zwei iBooks - Wahnsinn! Dies braucht natürlich alles seine Zeit, wodurch sich das Hörvergnügen für mich letztlich auf gerade einmal 20 Minuten reduziert. Aber was für welche! Alle drei Musiker stehen auf einer Linie, beim Singen wechseln sie sich völlig demokratisch ab. Und ich weiß gar nicht, wo ich hingucken soll: Nach links, wo Brent Knopf - welch passender Name - in Windeseile von einem MIDI-Effekt auf den nächsten wechselt, während er gleichzeitig wahlweise Keyboard und Gitarre spielt, dennoch nie überfordert wirkt? Nach rechts, wo Danny Seim am Schlagzeug wahnwitzig die Beats, die auf Platte mit Hilfe einer Loop-Software entstanden, nachspielt, als hätte er zuvor drei Duracell-Zäpchen eingenommen? Oder doch einfach geradeaus, wo Justin Harris inmitten seiner Mitstreiter alle restlichen Instrumente bedient, für die die anderen beiden gerade keine Hand mehr frei haben? Wohin man auch blickt, es ist phänomenal, es ist große Kunst, es ist Wahnsinn - und es fügt sich erschreckenderweise auch noch zu genau der wundervollen Popmusik zusammen, die es auf dem aktuellen Album &#8220;Friend And Foe&#8221; zu hören gibt!</p>
<p>Leider nur für 20 Minuten, denn dann muss ich zum Bahnhof&#8230;</p>
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		<title>Menomena - Friend and Foe</title>
		<link>http://www.indiemucke.de/2007/09/15/menomena-friend-and-foe/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Sep 2007 14:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Flaming Youth]]></category>

		<category><![CDATA[CD-Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen bei flamingyouth.de:
Jaja, stets die gleiche Leier: Die Musikindustrie liegt am Boden, weil die Alben nicht mehr gekauft werden, sondern einfach aus dem Internet heruntergeladen werden. Wissen wir doch und bedauern es auch. Das Trio MENOMENA aus Portland/Oregon hat aber nun einen neuen Ansatz gefunden, damit man bitte doch mal wieder in den Plattenladen um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="-1"><em>erschienen bei flamingyouth.de:</em></font></p>
<p><strong>Jaja, stets die gleiche Leier: Die Musikindustrie liegt am Boden, weil die Alben nicht mehr gekauft werden, sondern einfach aus dem Internet heruntergeladen werden. Wissen wir doch und bedauern es auch. Das Trio MENOMENA aus Portland/Oregon hat aber nun einen neuen Ansatz gefunden, damit man bitte doch mal wieder in den Plattenladen um die Ecke (oder doch wahlweise amazon&#8230;) stolziert und sich die Original-CD kauft: ein unschlagbares Cover-Artwork.</strong></p>
<p>Das fing schon beim Erstwerk &#8220;I Am The Fun Blame Monster&#8221; an, das mit einem mindestens 100-seitigen Daumenkino-Booklet daherkam, in dessen Verlauf sich der Albumtitel in sein Anagramm &#8220;The First Menomena Album&#8221; verwandelte. Ja, so etwas macht uns doch Freude, und der zweite Streich &#8220;Friend And Foe&#8221; steht dem in sowas von gar nichts nach! Man nehme dafür den renommierten Zeichner Craig Thompson, der uns im Booklet gleich vier skurrile Comicwelten schenkt. Dieses Booklet besitzt absichtlich mehrere Ausschnitte, welche dann durch die CD im Jewel-Case gefüllt werden. So entstehen mindestens 23,4 Quadrillionen verschiedene Szenarien, je nachdem, welche Comicwelt man gerade vorne hat und welchen Winkel die CD hinten einnimmt.</p>
<p>Da haben wir dann auch das kleine Manko: Die CD muss dafür im Jewel-Case sein, aber wenn sie es sich erst einmal in der heimischen Stereoanlage gemütlich gemacht hat, will man &#8220;Friend And Foe&#8221; auch gerne lange drinlassen. Denn die Musik von MENOMENA ist mindestens genau so verspielt und vergoldet damit das Gesamtkunstwerk. Obwohl in jedem einzelnen Song so unglaublich viele Ideen stecken und sich die Klangwelten im Zehn-Sekunden-Takt ändern, kreiert das Trio eine unvergleichliche Wärme auf ihrem Album. Umso erstaunlicher ist dies, wenn man dann erfährt, dass die größten Teile des Albums am Computer entstanden: Mit Hilfe der von Bandmitglied BRENT KNOPF selbst geschriebenen Loop-Software DLR werden Gitarre, Bass, Keyboards, Klavier, Glockenspiel, Moog, Saxophon und vieles mehr über die Drum-Loops aufgeschichtet.</p>
<p>Dennoch tragen die Songs nie zu viel Make-Up. Für den Gesang, bei dem ganz demokratisch alle drei MENOMENAs mal ran dürfen, rücken alle Klangspielereien gerne wieder in den Hintergrund, so dass trotz aller Raffinessen, trotz unkonventioneller Breaks am Ende doch wieder lupenreiner Pop entsteht.</p>
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		<title>Voxtrot + Siva, 08.08.2007, Molotow (HH)</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Aug 2007 14:22:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Flaming Youth]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen bei flamingyouth.de:
Wenn die Senkrechtstarter von VOXTROT ins Molotow laden, lassen sich die Hamburger Musikfans nicht lange bitten. Wie schon im Frühjahr ist der Club gut gefüllt, obwohl das Wetter so gar nicht dazu einlädt, seine eigenen vier Wände zu verlassen.
Als Support hat die Band aus Austin, Texas für die kleine Deutschland-Tour diesmal die Berliner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="-1"><em>erschienen bei flamingyouth.de:</em></font></p>
<p><strong>Wenn die Senkrechtstarter von VOXTROT ins Molotow laden, lassen sich die Hamburger Musikfans nicht lange bitten. Wie schon im Frühjahr ist der Club gut gefüllt, obwohl das Wetter so gar nicht dazu einlädt, seine eigenen vier Wände zu verlassen.</strong></p>
<p>Als Support hat die Band aus Austin, Texas für die kleine Deutschland-Tour diesmal die Berliner SIVA. aus dem Hause DevilDuck eingeladen. Eine gute Wahl, denn auch wenn die beiden Combos stilistisch schon weit auseinander liegen, so eint sie doch die Geste zu großartigen Melodiebögen.</p>
<p>SIVA. aber haben an diesem Abend, dem letzten der gemeinsamen Tour, ein großes Problem zu bewältigen. Drummer Jens Gathemann muss aus familiären Gründen passen und lässt seine Kollegen somit ohne Schlagzeig stehen. Die Songs werden dadurch ruhiger gespielt, als man es auf ihrem grandiosen Debüt &#8220;The Story Is Complete, But I Think We&#8217;ve Lost The Book&#8221; gewohnt ist. Der instrumentale Schwerpunkt wird deutlich auf den wabenden Elektronikteppich gelegt, die Gitarre von Sänger Andreas Bonkowski genießt eher einen Alibi-Charakter. Ganz so unter dem Motto: &#8220;Wenn ihr das schon toll findet, solltet ihr uns erstmal in voller Montur erleben: Mit Gitarrenwänden und mehr instrumentaler Verspieltheit!&#8221; Mein Nebenmann im Publikum flüstert derweil seinem Nebenmann (also nicht mir!) ins Ohr, dass ihn SIVA. an RADIOHEAD zu &#8220;OK Computer&#8221;-Zeiten erinnern. Bevor ich ihn gebührend auslachen kann, bemerke ich gerade noch rechtzeitig, dass er damit gar nicht mal so falsch liegt. Denn besonders in den ruhigen Stücken ist die zerbrechliche Stimme Bonkowskis sehr nah an der von Thom Yorke dran.</p>
<p>Nichtsdestotrotz bleibt ein leicht fader Beigeschmack zurück, denn als Quartett, ans Album angelehnt, wäre das alles um so toller gewesen. Und als wenn SIVA. deshalb ein schlechtes Gewissen bei den Hansestädtern hätten, beehren sie Hamburg allein im September gleich drei weitere Male. Dann auch sicherlich in voller Montur.</p>
<p>Gestört hat dieser reduzierte Auftritt der Berliner dann aber auch niemanden, zumal die meisten Besucher eh wegen VOXTROT im Molotow sind. Diese betreten dann auch gegen 22 Uhr die Bühne und beweisen aufs Neue, dass sie eine erstklassige Liveband sind. Besonders die Uptempo-Stücke ihres selbstbetitelten Debütalbums gewinnen im Molotow regelrecht an Fahrt und werden zu beinahe erdigen Tanzflächenrockern. Am Ende von &#8216;Kid Gloves&#8217; gerät Frontmann Ramesh Srivastava sogar beinahe in Rage. So sehr, dass man sich anschließend fragt, warum die Band sich dies nicht schon auf dem Album getraut hat.</p>
<p>VOXTROT beschränken sich erfreulicherweise nicht nur auf die Songs vom Album, sondern spielen auch allerhand &#8220;alte&#8221; Songs von ihren Vorab-EPs. Besonders das aus der Konserve etwas langweilig daherkommende &#8216;Your Biggest Fan&#8217; gewinnt live ordentlich an Intensität. So ist man nach 55 kurzweiligen Minuten auch bester Laune und großer Hoffnung, dass das Quintett noch mindestens eine halbe Stunde an Zugaben draufpackt. Doch hier wird man letztlich enttäuscht: Srivastava kehrt für einen letzten Rausschmeißer allein auf die Bühne zurück, dann ist auch schon Schluss. Schade, denn VOXTROT hätten noch deutlich mehr spielen können. Allein schon, dass sie die Piano-Ballade &#8216;Real Life Version&#8217;, das Herzstück des Albums, verschmäht haben, lässt einen kurzzeitig trauernd zurück. Aber allmählich fällt mir dann doch wieder ein, dass die anderen Lieder dafür umso schöner dargeboten wurden. Man muss auch mal verzeihen können!</p>
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		<title>Silverstein - Arrivals &#038; Departures</title>
		<link>http://www.indiemucke.de/2007/07/24/silverstein-arrivals-departures/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jul 2007 15:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[erschienen bei flamingyouth.de:
Wenn man von seiner Musik leben möchte, benötigt man zumeist einen magischen Moment, in dem der Bekanntheitsgrad mehr oder weniger zufällig nach oben schnellt. SILVERSTEIN hatten diesen Moment, als einer ihrer Hardcore-Fans (im wahrsten Sinne des Wortes) namens Ryan Hart auf die fixe Idee kam, den Song &#8216;Smashed Into Pieces&#8217; seiner Lieblingsband bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="-1"><em>erschienen bei flamingyouth.de:</em></font></p>
<p><strong>Wenn man von seiner Musik leben möchte, benötigt man zumeist einen magischen Moment, in dem der Bekanntheitsgrad mehr oder weniger zufällig nach oben schnellt. SILVERSTEIN hatten diesen Moment, als einer ihrer Hardcore-Fans (im wahrsten Sinne des Wortes) namens Ryan Hart auf die fixe Idee kam, den Song &#8216;Smashed Into Pieces&#8217; seiner Lieblingsband bei einem &#8216;American Idol&#8217;-Casting zum Besten zu geben.</strong></p>
<p>Natürlich scheiterte der 18-Jährige nach nur wenigen Sekunden, doch sein Auftritt mit jeder Menge &#8220;ausgebeepter&#8221; Schimpfwörter ging um die Welt, landete dank <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ab8RLCo1y-k" target="_blank">YouTube</a> in vielen Internetblogs und Diskussionsforen. Und natürlich brachte dies auch SILVERSTEIN einen großen Schub nach vorne, eine Tour zusammen mit TAKING BACK SUNDAY sorgte schließlich für den Rest: Album Nummer 3, &#8220;Arrivals &amp; Departures&#8221;, avancierte zum heißersehntesten Screamo-/Hardcore-Album des Jahres.</p>
<p>Und die fünf Kanadier ließen sich nicht lumpen, holten mit Mark Trombino (JIMMY EAT WORLD, BLINK 182) einen erfolgsversprechenden Produzenten an Bord. Verständlich, dass sich die Band von ihren Hardcore-Wurzeln größtenteils getrennt hat - es gilt, Platten zu verkaufen, aber nicht zu knapp. Dementsprechend beinahe radiotauglich kommen die neuen Songs dann auch daher, Opener &#8216;Sound Of The Sun&#8217; oder das äußerst hymnische &#8216;Worlds Apart&#8217; leben mehr denn je vom durchaus überzeugenden Gesang SHANE TODDs. Dessen Growl-Parts wurden hingegen deutlich zurückgeschraubt, und auch die instrumentale Untermalung hat teilweise schon Stadionrock-&#8221;Qualitäten&#8221;.</p>
<p>Natürlich ist das alles nicht sonderlich innovativ, was SILVERSTEIN auf ihrem dritten Album zu bieten haben. Natürlich werden viele alte Fans, vermutlich sogar Ryan Hart, der Band nun &#8220;Ausverkauf&#8221; vorwerfen und sich mit Grauen abwenden. Natürlich werden SILVERSTEIN dennoch - zumindest dort drüben über dem großen Teich - ihre Platten wie geschnitten Brot verkaufen. Vermutlich sogar zurecht.</p>
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		<title>Ohrbooten - Babylon bei Boot</title>
		<link>http://www.indiemucke.de/2007/06/20/ohrbooten-babylon-bei-boot/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 14:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Flaming Youth]]></category>

		<category><![CDATA[CD-Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen bei flamingyouth.de:
Sie gelten immer als &#8220;die kleinen SEEED&#8221;, dabei hatten die OHRBOOTEN bereits auf ihrem ersten Album &#8220;Spieltrieb&#8221; bewiesen, dass sie sich hinter keiner Band zu verstecken brauchen.
Denn auf ihrem ersten Longplayer tummelten sich nur so die Hits. Die Singles &#8216;An alle Ladies&#8217;, &#8216;Und Tschüss!&#8217; und &#8216;Autobahn&#8217; hatten absoluten Ohrwurmcharakter, und tanzbar war der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="-1"><em>erschienen bei flamingyouth.de:</em></font></p>
<p><strong>Sie gelten immer als &#8220;die kleinen SEEED&#8221;, dabei hatten die OHRBOOTEN bereits auf ihrem ersten Album &#8220;Spieltrieb&#8221; bewiesen, dass sie sich hinter keiner Band zu verstecken brauchen.</strong></p>
<p>Denn auf ihrem ersten Longplayer tummelten sich nur so die Hits. Die Singles &#8216;An alle Ladies&#8217;, &#8216;Und Tschüss!&#8217; und &#8216;Autobahn&#8217; hatten absoluten Ohrwurmcharakter, und tanzbar war der selbsternannte Gyp Hop sowieso. Halt eine Mixtur aus Reggae, Hip Hop, Funk, Dancehall und Weltmusik, die reine Popmusik hervorbrachte. Sympathisch, allein schon wegen des Berliner Dialekts von Rapper Ben.</p>
<p>Aber was uns die OHRBOOTEN auf ihrem zweiten Album &#8220;Babylon bei Boot&#8221; liefern, ist leider mehr oder weniger eine Frechheit. Sicherlich, die musikalische Komponente schreibt das Erfolgskonzept des Erstlings gnadenlos weiter, ohne allerdings neue Akzente hinzufügen zu können. Dies reicht immer noch, um zu den neuen Songs wahlweise durch die Wohnung oder die Disco zu tanzen. Immerhin. Aber das ist dann auch schon alles. Wo sind die Ohrwürmer hin, die &#8220;Spieltrieb&#8221; damals ausgemacht hatten? Und warum sind die Texte auf unterirdisches Mittelstufen-Niveau abgesackt, während sie auf &#8220;Spieltrieb&#8221; zumindest zeitweilig noch Witz und Charme hatten? Und wer zum Henker braucht nach den Toten Hosen denn bitteschön noch einen neuen, ach-so-sozialkritischen Ableger des &#8216;10 kleine Negerlein&#8217;-Kinderliedes?</p>
<p>Die Antworten auf die Fragen lauten: Spurlos verschwunden; Keine Ahnung; Niemand. Und dennoch - oder gerade deshalb - werden die OHRBOOTEN diesmal die Charts erklimmen, was ihnen mit &#8220;Spieltrieb&#8221; nicht gelang. Das Leben kann so ungerecht sein&#8230;</p>
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		<title>(El) Sumo - Was ewig schien&#8230;</title>
		<link>http://www.indiemucke.de/2007/06/20/el-sumo-was-ewig-schien/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 14:49:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Flaming Youth]]></category>

		<category><![CDATA[CD-Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen bei flamingyouth.de:
Was lange währt, wird endlich gut: Nachdem das Debütalbum der Berliner Band EL SUMO bereits im letzten Jahr fertig war, erblickt &#8220;Was ewig schien&#8230;&#8221; in diesem Sommer endlich das Licht der deutschsprachigen Indiepop-Welt. Im Nachhinein ein sehr passend gewählter Titel!
Querelen mit dem damaligen Label schon vor der Veröffentlichung ließen den Plan des ambitionierten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="-1"><em>erschienen bei flamingyouth.de:</em></font></p>
<p><strong>Was lange währt, wird endlich gut: Nachdem das Debütalbum der Berliner Band EL SUMO bereits im letzten Jahr fertig war, erblickt &#8220;Was ewig schien&#8230;&#8221; in diesem Sommer endlich das Licht der deutschsprachigen Indiepop-Welt. Im Nachhinein ein sehr passend gewählter Titel!</strong></p>
<p>Querelen mit dem damaligen Label schon vor der Veröffentlichung ließen den Plan des ambitionierten Quartetts, im Musikbusiness Fuß zu fassen, erst einmal zerplatzen. Nun hat sich aber [PIAS] der Band angenommen, so dass das Debüt nun endlich bundesweit erhältlich ist. Die Tracklist des letztjährigen &#8220;Prototyps&#8221;, den die Band für kurze Zeit auf ihrer Homepage selbst vertrieb, wurde ein wenig durcheinander gewürfelt, neu abgemischt wurde allerdings nichts. Wer also zu den Glücklichen zählt, die &#8220;Was ewig schien&#8230;&#8221; schon im letzten Jahr gekauft und liebgewonnen haben, können auf die Neuauflage getrost verzichten.</p>
<p>Kommen wir jetzt aber mal zur Musik, die man eigentlich eher aus Hamburg erwarten würde. Man nehme KETTCAR, man nehme die HANSEN BAND, man stelle sich ein Gemisch dieser beiden Bands vor. Der Beipackzettel zur CD will uns zwar etwas über Emo erzählen und nennt JIMMY EAT WORLD als Referenzband, doch der unaufgeregte, bisweilen monotone Gesang von Frontmann GUILLERMO MORALES erinnert einfach zu sehr an MARCUS WIEBUSCH. Allerdings gehen EL SUMO einen Tick rockiger zu Werke als die Hamburger, haben ihre Stärken aber besonders bei den ruhigeren, epischeren Stücken &#8216;Kalender&#8217; und besonders &#8216;Schwelm (Die hellste Nacht)&#8217;.</p>
<p>Ein starkes Album, das eindeutig für mehr bestimmt ist als nur ein Lückenbüßer bis zum nächsten KETTCAR-Album zu sein.</p>
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		<title>Royseven - The Art Of Insincerity</title>
		<link>http://www.indiemucke.de/2007/06/14/royseven-the-art-of-insincerity/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jun 2007 15:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Flaming Youth]]></category>

		<category><![CDATA[CD-Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen bei flamingyouth.de:
Liebeskummer ist ein Arschloch! Aber immerhin ist er eine begnadete Muse für viele - im wahrsten Sinne des Wortes - herzzerreißende Songs. Bestes aktuelles Beispiel dafür ist das Debütalbum der irischen Band ROYSEVEN.
In &#8220;The Art Of Insincerity&#8221; verarbeitet Frontmann PAUL WALSH größtenteils seine letzte gescheiterte Beziehung. Schmerz und Hoffnungslosigkeit werden zu Wut und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="-1"><em>erschienen bei flamingyouth.de:</em></font></p>
<p><strong>Liebeskummer ist ein Arschloch! Aber immerhin ist er eine begnadete Muse für viele - im wahrsten Sinne des Wortes - herzzerreißende Songs. Bestes aktuelles Beispiel dafür ist das Debütalbum der irischen Band ROYSEVEN.</strong></p>
<p>In &#8220;The Art Of Insincerity&#8221; verarbeitet Frontmann PAUL WALSH größtenteils seine letzte gescheiterte Beziehung. Schmerz und Hoffnungslosigkeit werden zu Wut und Trotz - nicht nur in den Texten, auch der Stimme WALSHs ist dies direkt anzuhören: Oftmals zerbrechlich in den Strophen, packt der Sänger dann spätestens im Refrain seine Stadionrock-Röhre aus, unterstützt von zwei krachigen Gitarren.</p>
<p>Natürlich haben die Iren mit ihrer Musik das schluchzende Rad nicht neu erfunden, zu sehr erinnert das Gehörte an Bands wie KEANE, SNOW PATROL, JJ72 und manchmal ganz entfernt gar an MUSE. Doch durch so epische Songs mit großartigen Melodiebögen wie in &#8216;Older&#8217;, &#8216;Aberdeen&#8217; oder &#8216;I&#8217;m Revived&#8217; verzeiht man dies dem Sextett schnell.</p>
<p>In ihrer Heimat sind ROYSEVEN schon kleine Stars, haben quasi den irischen Grammy als beste Newcomerband abgesahnt und zumindest auf der grünen Insel eine rosige Zukunft vor sich. In Deutschland wird die Band voraussichtlich kleinere Brötchen backen müssen. Für Fans der oben genannten Bands, die mal wieder Nachschub in ihrem CD-Player brauchen, ist &#8220;The Art Of Insincerity&#8221; aber sicherlich eine sehr gute Wahl.</p>
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		<title>New Atlantic - The Streets, The Sounds, And The Love</title>
		<link>http://www.indiemucke.de/2007/06/11/new-atlantic-the-streets-the-sounds-and-the-love/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jun 2007 14:56:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Flaming Youth]]></category>

		<category><![CDATA[CD-Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen bei flamingyouth.de:
Wie lange müssen wir denn noch auf ein neues Album von JIMMY EAT WORLD warten? Das nicht völlg überzeugende &#8220;Futures&#8221; ist nun schon fast drei Jahre alt, Live- und Akustikaufnahmen neuer Songs geistern auch schon seit einem Jahr durchs Netz. Ende 2007 soll es aber dann doch endlich soweit sein. Im Sommer kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="-1"><em>erschienen bei flamingyouth.de:</em></font></p>
<p><strong>Wie lange müssen wir denn noch auf ein neues Album von JIMMY EAT WORLD warten? Das nicht völlg überzeugende &#8220;Futures&#8221; ist nun schon fast drei Jahre alt, Live- und Akustikaufnahmen neuer Songs geistern auch schon seit einem Jahr durchs Netz. Ende 2007 soll es aber dann doch endlich soweit sein. Im Sommer kann man als Ersatz erst einmal getrost auf das Debüt von NEW ATLANTIC zurückgreifen.</strong></p>
<p>Denn was die Band auf ihrem ersten Longplayer &#8220;The Streets, The Sounds, And The Love&#8221; (ja, das zweite Komma ist grammatikalisch vollkommen korrekt, wenn auch optional) abliefert, hat man in dieser Form seit 2001 nicht mehr zu hören bekommen. Damals da, in der guten alten Zeit, als sich die &#8220;Bleed American&#8221; mit der &#8220;Emotion Is Dead&#8221; von THE JULIANA THEORY im CD-Player abwechselten.</p>
<p>NEW ATLANTIC bauen dabei weniger auf Bombast, beenden ihre Songs gerne schon nach eingängigen drei Minuten. Das Strickmuster ist dabei stets das selbe: Die zerbrechliche Stimme von GIOVANNI GIANNI säuselt sich melancholisch durch die Strophen, ehe im Chorus dann doch Gitarrenwände aufgefahren werden und GIANNIs Melodien durch Backgroundgesänge unterstützt werden.</p>
<p>Ausfälle hat &#8220;The Streets, The Sounds, And The Love&#8221; nicht einen, wohl aber zwei Songs, die sich positiv von den anderen abheben. Zum Einen wäre da die erste Single &#8216;Wire And Stone&#8217;, die alle Stärken der Band in 162 Sekunden komprimiert und zudem absolut discotauglich ist. Zum Anderen der abschließende Titeltrack, der zum Ende hin aus dem üblichen neuatlantischen Songschema ausbricht und dann doch noch epische Ausmaße annimmt.</p>
<p>Ein schönes Album, das die Wartezeit auf das nächste JIMMY EAT WORLD Album extrem versüßen kann. Nicht mehr, aber vor allem nicht weniger!</p>
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