New Atlantic - The Streets, The Sounds, And The Love

erschienen bei flamingyouth.de:

Wie lange müssen wir denn noch auf ein neues Album von JIMMY EAT WORLD warten? Das nicht völlg überzeugende “Futures” ist nun schon fast drei Jahre alt, Live- und Akustikaufnahmen neuer Songs geistern auch schon seit einem Jahr durchs Netz. Ende 2007 soll es aber dann doch endlich soweit sein. Im Sommer kann man als Ersatz erst einmal getrost auf das Debüt von NEW ATLANTIC zurückgreifen.

Denn was die Band auf ihrem ersten Longplayer “The Streets, The Sounds, And The Love” (ja, das zweite Komma ist grammatikalisch vollkommen korrekt, wenn auch optional) abliefert, hat man in dieser Form seit 2001 nicht mehr zu hören bekommen. Damals da, in der guten alten Zeit, als sich die “Bleed American” mit der “Emotion Is Dead” von THE JULIANA THEORY im CD-Player abwechselten.

NEW ATLANTIC bauen dabei weniger auf Bombast, beenden ihre Songs gerne schon nach eingängigen drei Minuten. Das Strickmuster ist dabei stets das selbe: Die zerbrechliche Stimme von GIOVANNI GIANNI säuselt sich melancholisch durch die Strophen, ehe im Chorus dann doch Gitarrenwände aufgefahren werden und GIANNIs Melodien durch Backgroundgesänge unterstützt werden.

Ausfälle hat “The Streets, The Sounds, And The Love” nicht einen, wohl aber zwei Songs, die sich positiv von den anderen abheben. Zum Einen wäre da die erste Single ‘Wire And Stone’, die alle Stärken der Band in 162 Sekunden komprimiert und zudem absolut discotauglich ist. Zum Anderen der abschließende Titeltrack, der zum Ende hin aus dem üblichen neuatlantischen Songschema ausbricht und dann doch noch epische Ausmaße annimmt.

Ein schönes Album, das die Wartezeit auf das nächste JIMMY EAT WORLD Album extrem versüßen kann. Nicht mehr, aber vor allem nicht weniger!

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